0
0
00
Erklärung der Krippe

 Erklärung zur „Mechanischen Krippe“

 Sie stehen vor der „Mechanische Krippe“ mit ihren über 120, zum Teil beweglichen Menschen und Tierdarstellungen, zählt zu den Sehenswürdigkeiten von Altötting. Die mit vielen Details von Hand geschnitzten Figuren wurden in den Jahren 1926 bis 1928 nach altitalienischen Vorbildern von Oberammergauer Meistern geschaffen. Sie sind in einer historischen Landschaft mit einer Fläche von ca. 23 qm integriert.

 Lassen Sie uns mit der Besichtigung links gegenüber der Eingangstüre beginnen.

 Geradeaus im Hintergrund sehen Sie den See Genezareth. Die weißen Häuser links sind ein Teil der Stadt Tiberias, der Geburtsstadt des hl. Petrus. Das Gebirge gehört bereits zum Libanon.

 Auf dem See Genezareth ist ein Fischer mit seinem Segelboote bei der Arbeit.

 Vorn an einem Teich sitzt Petrus als Fischer mit einem Tauchnetz. Am Ufer hinter ihm suchen Störche nach Nahrung.

 Gegenüber spreizt ein Flamingo seine Flügel.

 Weiter vorne liegen zwei Krokodile. Immer reißen sie hungrig ihre Rachen auf.

 Rechts im Vordergrund bietet ein Brothändler seine Waren an. 

 Gehen Sie nun einen Schritt weiter. – In der Höhle unter einem Felsen ist eine Schmiede-Werkstatt eingebaut. Vor der Schmiede wird ein Esel beschlagen. Der Hund in der Nähe wedelt freudig mit dem Schwanz.

 Der Meister steht am Ambos und  bearbeitet ein Stück Eisen.

 Rechts vor der Werkstatt sitzt ein Aussätziger. Mit der Gebärde seines Armes bittet er eine milde Gabe.

 Das Heilige Land war zur Zeit der Geburt Christi von den Römern besetzt. Auf dem Kastell dreht ein römischer Soldat unermüdlich seine Runden. Ein anderer Wachposten beobachtet die Umgebung ohne sich von der Stelle zu rühren.

 Vor dem Kastell schenkt ein reicher Jude einem Bettler ein Kleidungsstück. Die Frau des Juden betrachtet wohlwollend vom Hauseingang aus die Szene.

 Im Vordergrund bringt ein Händler mit einem Esel Holz in die Stadt um es zu verkaufen. Der angesprochene Mann schüttelt den Kopf. Er braucht kein Holz.

 Vor dem Kastell grast eine Ziegenherde. Zwei Böcke springen einander an.

 Auf dem Wandgemälde im Hintergrund sind links zwei Pyramiden zu erkennen, die an das ferne Ägypten erinnern, davor liegt eine sonnenbeschienene Wüstenlandschaft mit dem Jordan-Fluss. Hier wird später Jesus von Johannes getauft werden.

 Vor dem Jordan ist eine mit vielen Waren beladen Kamelkarawane zu sehen. Diese Karawanen ziehen in der Wüste von Oasendorf zu Oasendorf, um Handel zu treiben.

 Auf dem Platz davor sind Szenen aus dem damaligen täglichen Leben dargestellt.  Ganz im Vordergrund sind drei Sklaven vor einen Pflug gebunden und werden zur Feldarbeit gezwungen.  - Rechts davon bringt ein Händler Gemüse in die Stadt. Immer wieder schlägt er auf seinen Esel ein. - Gleich dahinter bläst ein Hirte seine Flöte. - Zwei Sklaven sind als Zimmerer beschäftigt und behauen einen Balken. - Von einem Kamel werden gerade Steine abgeladen. - Daneben arbeitet ein Steinmetz. – Eine andere Szene zeigt, wie mühsam es damals war, Bretter zu sägen. - Sklaven schleppen Steine und Balken zu einer Baustelle.

 Sie alle arbeiten im Auftrag der Römer am Ausbau des Kastells.

 Ein Sklave ist unter seiner Last zusammengebrochen und wird von einem Aufseher geschlagen. – Rechts daneben schleppt ein schwarzer Sklave zwei mit Wasser gefüllte Krüge. Frauen holen Wasser aus einem Felsenbrunnen. Sie tragen es in Steinkrügen auf der Schulter oder auf dem Kopf zu ihren Häusern.                      

 Immer wieder ziehen hinter einem Vorreiter die heiligen drei Könige vorüber, die Weisen aus dem Morgenland. König Melchior ist der mit dem roten Mantel. Mit einem gelben Umhang ist König Balthasar bekleidet. Der dritte ist der Mohrenkönig Kaspar. - Das letzte Kamel ist mit den Geschenken für das Jesuskind beladen, mit Gold, Weihrauch und Myrre. - Der Stern am Himmel zeigt der Karawane den Weg zur Krippe.

 In der Tempelruine ist der Stall von Bethlehem dargestellt. Über dem Stall schweben Engel.

 Rechts am Eingang zur Krippe steht Joseph mit einer Laterne. Das Christuskind liegt in einer Wiege und wird von einem Engel geschaukelt. Maria betrachtet liebevoll ihr göttliches Kind.

 Ochs und Esel bewegen gemächlich ihre Köpfe und fressen aus dem Barren.

 Links vor der Krippe wird ein Blinder von einem Knaben geführt. Der Knabe deutet auf das Jesuskind. Der Blinde wendet den Kopf, als versuche er den verheißenen Messias zu sehen.

 Vorne an der Mauer besprechen zwei Juden das Ereignis der Geburt Christi.

 Ganz im Vordergrund hüten Hirten ihre Schafe. Die zwei Tiere links bewegen neugierig die Köpfe.

 Weitere Hirten wärmen sich die Hände an einem Feuer.

 Ganz rechts am Felsen schaut ein Hirte zu dem Engel auf, der der Welt die Geburt Christi verkündet.

 lm Hintergrund erkennt man die Stadt Bethlehem, wie sie wohl zur Zeit der Geburt Christi ausgesehen hat.

 Soweit die Hinweise zur „Mechanischen Krippe“. Nun können Sie sich in Ruhe noch Einzelheiten ansehen.

 Wir danken für Ihren Besuch.